Nachdem der mexikanische Teil der Panamericana im Jahre 1950 fertiggestellt war, wurde er mit einem mehrtägigen Etappen-Rennen von Norden nach Süden quer durch das Land eingeweiht. Ab 1951 wurde die Strecke von Süden nach Norden befahren. Wegen zu vieler tödlicher Unfälle wurde das Straßenrennen 1954 letztmals ausgetragen und danach eingestellt.


Ab dem Jahr 1988 wurde die Veranstaltung als Rallye für Oldtimer wieder aufgenommen. 2010 findet die Carrera Panamericana vom 22. bis zum 28. Oktober statt.


Im ersten Jahr 1950 führte die Carrera Panamericana von der Nordgrenze Mexikos zur Südgrenze über eine Distanz von 3436 km. Damit war das Rennen doppelt so lang wie die Mille Miglia. Es waren neun Etappen, die von der texanischen Grenze nach Ciudad Juárez, Chihuahua, Parral, Durango, Leon, Mexiko, Puebla, Oaxaca, Tuxtla Gutiérrez und El Ocotal führten. Der Start war am 5. Mai 1950, das Ziel wurde nach 6 Tagen am 10. Mai erreicht. Zum ersten Rennen im Jahr 1950 waren nur fünfsitzige Serienlimousinen zugelassen. Es gewann ein Oldsmobile 88. 1951 wurde das Autorennen wiederholt und die Rennklassen erweitert. Diesmal wurde die Strecke von Süden nach Norden befahren, allerdings auf rund 3100 km verkürzt. Das Motorsport-Ereignis zog zahlreiche Rennsport-Größen an. Neben den behäbigen Limousinen gingen nun auch die schnellsten Sportwagen der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts an den Start.

Die europäischen Flitzer ließen den schweren amerikanischen Straßenkreuzern keine Chance. 1951 gewannen der Italiener Piero Taruffi und der US-Amerikaner Luigi Chinetti in ihrem Ferrari 212.


1952 nahm der zweimalige Deutsche Sportwagenmeister Karl Kling in einem Mercedes-Benz 300 SL an der Carrera Panamericana teil. Die 19 Stunden dauernde Fahrt quer durch Mexiko verlangte ihm und seinem Beifahrer Hans Klenk alles ab. Unterwegs erlebten die beiden eine spektakuläre Kollision mit einem Geier, der die Windschutzscheibe durchschlug und Klenk verletzte. Trotzdem gelang ihnen ein Überraschungssieg. Im gleichen Jahr schaffte es Kling auf den zweiten Platz bei der Mille Miglia. Er wurde als erster Autorennfahrer zum deutschen Sportler des Jahres 1952 gewählt.

Auch Porsche erzielte hier einige Klassensiege. Zum Beispiel belegte Rennfahrer Hans Herrmann mit einem 550 Spyder den dritten Platz der Carrera Panamericana im Jahr 1954. Aufgrund der Erfolge bei diesem Rennen nannte Porsche später mehrere Modelle Carrera (bzw. analog dazu den Targa).


Zuletzt zählte das mexikanische Straßenrennen auch zur Sportwagen-Weltmeisterschaft. 1953 gewann der Argentinier Juan Manuel Fangio in einem Lancia D24.

Allerdings war die große Zeit der Carrera Panamericana schon nach fünf Jahren vorüber, denn wegen der unkalkulierbaren Risiken wurde sie bereits 1954 zum fünften und letzten Mal ausgetragen.

Spätestens nach dem Zwischenfall mit dem Geier galt Mexiko auch in der Öffentlichkeit als härtestes Langstreckenrennen der Welt. Jedes Jahr kamen bei Unfällen immer mehr Rennfahrer und Unbeteiligte ums Leben

Den letzten Sieg fuhr 1954 Umberto Maglioli mit einem Ferrari 375 ein. Danach wurde die Carrera Panamericana eingestellt.


Es dauerte 34 Jahre, bis es wieder eine Carrera Panamericana geben sollte: Ab dem Jahr 1988 wurde die Veranstaltung als Rallye für Oldtimer aus der Zeit der 1940er und 50er wieder in den Rennkalender aufgenommen.

Teilnahmeberechtigt sind Fahrzeuge der Baujahre 1940 bis 1965. Heute läuft die Carrera Panamericana von Veracruz, im Süden von Mexiko, in sechs bis sieben Tages-Etappen über Puebla, Queretaro, Morelia, Aguascalientes, Zacatecas bis nach Monterrey.

1990 und 91 nahmen Musiker der Rockgruppe Pink Floyd an dem Rennen bei. Sie fuhren Repliken eines Proteus 1952 C-type Jaguars. Dabei entstand ein Fernsehfilm der BBC unterlegt mit Musik der Gruppe (auch zu sehen im Menü unter „Filme“).


Nachdem der mexikanische Teil der Panamericana im Jahre 1950 fertiggestellt war, wurde er mit einem mehrtägigen Etappen-Rennen von Norden nach Süden quer durch das Land eingeweiht. Ab 1951 wurde die Strecke von Süden nach Norden befahren. Wegen zu vieler tödlicher Unfälle wurde das Straßenrennen 1954 letztmals ausgetragen und danach eingestellt.